Erneuerung des Heiz- und Kühlsystems der Hochschule EPFL Lausanne

EPFL Lausanne
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Challenge

Die Heiz- und Kühlinfrastruktur der EPFL und der Universität Lausanne war absolut veraltet, ineffizient und kohlenstoffintensiv. Der Universitätscampus wurde über ein Wärmekraftwerk und die Pumpstation Pierettes beheizt, die aus zwei Wärmepumpen mit zwei ölbefeuerten Turbinen besteht.

Innovative Lösung

Um die Universität beim Umstieg auf ein Heiz- und Kühlsystem zu unterstützen, das zu 100 % aus erneuerbaren Energiequellen gespeist wird, hat Bouygues Energies & Services die thermische Infrastruktur der Universität im Hinblick auf eine Wiederverwendung einer möglichst großen Menge Energie und Wasser neu gestaltet und nachgerüstet. Die Kapazität der Pumpstation Pierettes wurde durch ein verstärktes Rohrleitungsnetz verdoppelt, während das Wärmekraftwerk durch vier neue Wärmepumpen erweitert wurde; die ölbefeuerten Turbinen hingegen wurden ausgebaut. Darüber hinaus wurde im Wärmekraftwerk auch ein Data Center untergebracht, dessen Dach mit Photovoltaik-Solarzellen bedeckt ist.

So funktioniert‘s:

Über die Pumpstation Pierettes wird Wasser aus dem Genfer See entnommen. Ein Teil des Wassers wird direkt in das Kühlsystem des Campus geleitet, während der Rest in das Wärmekraftwerk fließt. Dort entziehen die Wärmepumpen dem Wasser Energie und wandeln sie in Wärme um, die zum Heizen der Gebäude auf dem Campus eingesetzt wird. Bei diesem Prozess wird das Wasser gekühlt und dann erneut in das Kühlsystem des Campus eingespeist. Gleichzeitig produziert das Kühlsystem Warmwasser, das wiederum in die Wärmepumpe eingespeist wird und so im Wärmenetz genutzt werden kann. Darüber hinaus wird das Data Center vom abgeleiteten Kühlwasser des Wärmekraftwerks gekühlt; anschließend wird das Wasser durch die von den Datenservern abgegebene Wärme wieder aufgewärmt.

EPFL Lausanne

Vorteile für den Kunden

Durch die Verwertung und Wiederverwendung der Abfallwärme konnte die ursprünglich aus dem See gepumpte Wassermenge erheblich reduziert werden. „Das Wasser aus dem See speist die Wärmepumpen, hat aber noch viele andere Einsatzzwecke“, erläutert Vicent Pelejero, Projektmanager. „Es kühlt die Gebäude, speist das Industriewassernetz und kühlt auch das Data Center.“ Und da die Wärmepumpen nicht mehr durch ölgefeuerte Turbinen betrieben werden, erzeugt die neue Wärmeinfrastruktur 1800 Tonnen CO2 weniger pro Jahr.

Wichtige Zahlen

1800 Tonnen CO2 weniger pro Jahr dank dieses Erneuerungsprojekts.

Reifegrad


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